Familienworkshop

Familienworkshop Eltern und Kinder erkunden gemeinsam Kunstwerke der Ausstellungen 'BeZug - Werke der Sammlung' anhand spielerischer Anregungen und verarbeiten Erfahrenes gestalterisch im Atelier. Mit Friederike Balke, Kunstvermittlerin.

Nichts ist mehr so, wie es noch vor Kurzem als sicher galt. Ein Virus verändert die Wahrnehmung der Welt und unsere Selbstverständlichkeit. Wir sind plötzlich gezwungen, zuhause zu bleiben, zurückgeworfen auf die Region und das unmittelbare Umfeld. Die ungewohnte Situation lädt ein, die Beziehung zu sich selbst, zur Umgebung und zur Welt zu hinterfragen.

Die Ausstellung 'BeZug' geht diesen Fragen nach und richtet mit Werken aus der Kunsthaus-Sammlung ihren Fokus auf das Eigene. Die Aussensicht wird ausdrücklich miteingeschlossen: Die Ausstellung vereint internationale Künstler – die sich in ihren Arbeiten auf Zug beziehen – mit Kunstschaffenden der Region. Was ist ‹das Eigene›? Und was zeichnet es aus?

Exemplarisch für diese Auseinandersetzung steht Olafur Eliassons Werk 'Analemma for Kunsthaus Zug': Während eines Jahres wurde die Sonne zur immer gleichen Zeit aus dem Dachfenster des Kunsthauses aufgenommen. Die Arbeit bildet somit gleichzeitig den universellen Lauf der Zeit ab – die Erde umkreist die Sonne –, und den eigenen, lokalen Standort des Kunsthauses. Auch die Künstler Tadashi Kawamata und Till Velten setzten sich als Aussenstehende mit der Stadt, der Natur, den Menschen, und dem Kunsthaus auseinander. Und Christoph Rütimann hat für sein 'Projekt Sammlun'g zu den baulichen Veränderungen des Kunsthauses eine neue Installation konzipiert.

'BeZug' führt aber auch zurück zu den eigenen Wurzeln: Werke von Louis Amann, Armin Haab, Walter F. Haettenschweiler, Maria Hafner, Eugen Hotz, Hans Potthof, Christian Staub und Alex Stocker markieren den Anfang der modernen freien Kunst im Kanton Zug. In der Zeit um den Zweiten Weltkrieg entstanden, spürt man den Bildern das Abgekapselte der damaligen Zeit an. Parallelen zu heute?

Die Ausstellung spannt den Bogen und vereint Zeichnungen, Malerei, Videoarbeiten und Werke aus experimentellen Materialien. Bekanntes, Vertrautes und Neues. Zahlreiche Werke sind erstmals zu sehen, so auch das zeichnerische Schaffen von Peter Herbener und Fritz Roth, dessen Skulpturen mit Werken seiner früheren Mitbewohnerinnen Rut Himmelsbach und Hannah Villiger in Dialog treten. Grossformatigen Arbeiten von Guido Baselgia und Lukas Hoffmann treffen auf Annelies Štrbas Fotografien.

Kuratiert von Matthias Haldemann

Uhrzeit:

08.11.2020 10:30 - 12:30  Uhr

Filter:

MuseumWorkshopZentralschweizFür Groß und Klein

Veranstaltungsort:

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Kunsthaus Zug, Dorfstrasse 27, 6300 Zug

Preise

CHF 15.00 pro Familie (zzgl. Eintritt für Erwachsene)


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